Sand


Sand

Sand, lockere Anhäufung von kleinen, höchstens erbsengroßen Körnern harter Minerale, vornehmlich von Quarz (Quarzsand), seltener von Feldspat und noch seltener von Kalkstein und andern Mineralen (Magneteisen, Augit, Turmalin, Zirkon, Rutil, Granat, Glimmer u.s.w.).

Die Körner sind entweder abgerundet oder eckig. An fremden Beimengungen enthält der Sand meist noch etwas Ton, sein verteiltes Brauneisenerz (gelbe, braune, rote Sande seltener). Am reinsten ist Quell-, Meer- und Flußsand, weil seine leichteren, staubartigen Beimengungen durch das Wasser alle weggeführt wurden. Staub- und Flugsand, durch Wind aufgenommen[567] und weitergeführt, besteht meist aus seinen, nicht scharfkantigen, sondern abgerundeten Körnern. Nach der Korngröße wird nach Orth unterschieden: seiner Sand von 0,05–0,25 mm Korngröße; mittlerer von 0,25–0,5 mm, grober von 0,5–1 mm, sehr grober von 1–3 mm Korngröße; darüber heißt der Sand Kies oder Grand. Sandartig zerfallene Massengesteine (Granite, Pechsteine, Porphyrite u.s.w.) werden als Grus bezeichnet. Sand rührt aus der Zertrümmerung und dem Zerfall andrer Quarz führender Gesteine her, indem der Quarz als das härteste und schwerstlösliche Mineral der Vernichtung am meisten widersteht, z.B. von Graniten, Quarzporphyren, Sandsteinen, Quarziten durch Abschwemmung, Wegführung und Wiederablagerung in Flußbetten, an Meeresküsten oder durch Aufnahme und Weitertransport deren Verwitterungsmaterial durch Wind. Sandablagerungen treten in der Kreide- und Tertiärformation und im Diluvium sehr reichlich auf, teils als marine, teils als Süßwasserablagerung. In den älteren Formationen ist Sand ebenso häufig zur Ablagerung gelangt, aber später durch eingeführtes Bindemittel (Eisenerz, Kieselsäure, kohlensauern Kalk, Ton u.s.w.) zu Sandstein verkittet worden. Die Verwendung des Sandes ist ungemein vielgestaltig. Reiner, eisenfreier, eckig-kantiger Sand, besonders Flußsand, wird zur Mörtelbereitung benutzt, weiße, eisenfreie, reine Quarzsande zur Glas-, Porzellan- und Steingutfabrikation, zu feuerfesten Waren; eckig-kantige, mittel- bis feinkörnige, kalkfreie, etwas tonige, aber feldspatfreie Sande, die, mit Wasser angerührt, stehen, dienen als Formsand in der Gießerei, mit gelöschtem Kalk oder Zement vermischt zum Verputz von Bauten und zur Herstellung von plastischen Arbeiten, zur Herstellung von künstlichen Sandsteinen, zum Ausfüllen der Zwischenböden, zum Einebnen von Wegen und Straßen, zum Reinigen und Polieren von Metallen, zum Gravieren in Glas, zum Schleifen von Glas u.s.w., zur Herstellung von Schleifpapier, als schlechter Wärmeleiter im Laboratorium zum Eintrocknen (Trockensand) u.s.w.

Leppla.


http://www.zeno.org/Lueger-1904.

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  • Sand — Sand, n. [AS. sand; akin to D. zand, G. sand, OHG. sant, Icel. sandr, Dan. & Sw. sand, Gr. ?.] 1. Fine particles of stone, esp. of siliceous stone, but not reduced to dust; comminuted stone in the form of loose grains, which are not coherent when …   The Collaborative International Dictionary of English

  • Sand — mit Rippelmarken Sand ist ein natürlich vorkommendes, unverfestigtes Sedimentgestein, das sich aus einzelnen Sandkörnern mit einer Korngröße von 0,063 bis 2 mm zusammensetzt. Damit ordnet sich der Sand zwischen dem Feinkies (Korngröße 2 bis… …   Deutsch Wikipedia

  • Sand — [zant], der; [e]s, e: Substanz, die durch Verwitterung von Gestein entstanden ist und aus feinen Körnern besteht: gelber, weißer, feiner, grober Sand; die Kinder spielen im Sand; aus verschiedenen Sanden (Sorten von Sand) bestehender Boden. Zus …   Universal-Lexikon

  • Sand — /sand/; Fr. /sahonnd/, n. George /jawrj/; Fr. /zhawrddzh/ (Lucile Aurore Dupin Dudevant), 1804 76, French novelist. * * * I Mineral, rock, or soil particles that are 0. 0008–0.08 in. (0.02–2 mm) in diameter. Most rock forming minerals are found… …   Universalium

  • Sand — Pour les articles homonymes, voir Sand (homonymie). Sand …   Wikipédia en Français

  • Sand — Sand: Das altgerm. Wort mhd., ahd. sant, niederl. zand, engl. sand, schwed. sand ist verwandt mit griech. ámathos »Sand«. Die weiteren Beziehungen sind unklar. – Abl.: sandig (mhd. sandic). Zus.: Sandbank (17. Jh.). • Sand wie Sand am Meer… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Sand (DC) — Sand (comics) Pour les articles homonymes, voir sand (homonymie). Sand Personnage de Sandman …   Wikipédia en Français

  • SAND (G.) — Renan écrivait au lendemain des obsèques de George Sand, morte à Nohant: «Une corde est brisée dans la lyre du siècle [...]. Mme Sand traversa tous les rêves; elle sourit à tous, crut un moment à tous; son jugement pratique put parfois s’égarer,… …   Encyclopédie Universelle

  • sand — [sand] n. [ME < OE, akin to Ger sand, ON sandr < IE base * bhes , to rub off, pulverize > Gr psammos, L sabulum] 1. loose, gritty particles of eroded or weathered rock, varying in size from about 1/ 16 mm to 2 mm in diameter, usually… …   English World dictionary

  • Sand — Saltar a navegación, búsqueda Para otros usos de este término, véase SAND. Sand País …   Wikipedia Español

  • Sand — Sand, v. t. [imp. & p. p. {Sanded}; p. pr. & vb. n. {Sanding}.] 1. To sprinkle or cover with sand. [1913 Webster] 2. To drive upon the sand. [Obs.] Burton. [1913 Webster] 3. To bury (oysters) beneath drifting sand or mud. [1913 Webster] 4. To mix …   The Collaborative International Dictionary of English