Drache


Drache

Drache. Ein seit vielen Jahrhunderten bekannter Flugapparat, der auch schon von Benjamin Franklin 1742 zu wissenschaftlichen Experimenten benutzt wurde.

[178] Er besteht aus einer beliebig begrenzten ebenen Platte, deren Eck- oder sonstige Punkte durch Schnüre mit einem Halteseil im Punkt A verbunden sind (vgl. die Figur), an dem auch die Last angreift. Gleichgewicht herrscht, wenn die Resultierende aus Seilspannung und Gewicht R gleich der Resultierenden des Winddruckes ist Reicht der natürliche Wind nicht aus, eine genügend große Resultierende hervorzubringen, so muß Punkt E in der entgegengesetzten Richtung fortbewegt werden, um die richtige Schwebegeschwindigkeit zu erzeugen. Für die Verwendbarkeit des Drachen ist seine Hubkraft und Stabilität maßgebend; er muß schon bei schwachem Wind steigen, bei stärkerem Wind steil stehen und muß ferner relativ zu seinen Abmessungen kräftig ziehen. Dann wird ruhiges Fliegen verlangt, während ein Zurseiteschießen oder Abwärtstauchen möglichst zu verhindern ist. Für große Längen kommt als Leinenmaterial nur noch Stahldraht (bis höchstens 1,5 mm Durchmesser) in Betracht; die Drachen werden in der üblichen Weise aus Stoff hergestellt, der über ein passendes Holzgerüst gespannt wird. Ständige Drachenstationen verwenden zum Auflassen und Einholen besondere Haspel, die manchmal in drehbaren Hütten untergebracht sind. Kommt das Emporheben größerer Lasten in Frage (militärische Beobachtungsposten), so werden mehrere Drachen zu Drachengespannen zusammengesetzt, und zwar wird die Einrichtung vielfach so getroffen, daß ein großer Drachenzug das Hauptseil gespannt erhält, auf dem an einem beweglichen Wagen die eigentliche Gondel entlang gleiten kann. Diese Gleitbewegung wird nun durch einen zweiten Drachenzug bewerkstelligt, so daß ein Auf- und Absteigen erfolgen kann, ohne daß der Hauptzug heruntergeholt zu werden braucht.

Béjeuhr.

Drache

http://www.zeno.org/Lueger-1904.

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