Schutt [1]


Schutt [1]

Schutt, lockere, aus meist eckigen Bruchstücken von harten Gesteinen bestehende Gesteinsmassen am Fuß Heiler Abhänge (Gehängeschutt).

Hier häufen sich die durch Verwitterung der Felsen (Granit, Gneis, Porphyr, Basalt u.s.w., Sandsteine, Kalksteine, Dolomite u.s.w.) abbrechenden Bruchstücke als Schutt- oder Blockhalden mit schräger Außenfläche auf. Sind die abgebrochenen Trümmer große Blöcke, welche vermöge ihrer Schwere die Abhänge weit hinabrutschen, so entstehen Felsenmeere. Block- und Schutthalden sind so locker aufgebaut, daß sie bei geringer Entfernung eines Hindernisses in Bewegung geraten. Für die Bodenkultur sind die aus großen Blöcken begehenden Halden fast wertlos. Bei technisch nutzbaren Gesteinen sind Blockhalden und Felsenmeere zur Gewinnung günstiger als das Anstehende. Feinstückiger Gehängeschutt kann in verschiedene Korngrößen sortiert unmittelbar zum Straßenbau verwendet werden. Im Gegensatz zu dem groben Blockschutt am Fuß von Felsen und Klippen ist der auf nassem Weg durch Herabschwemmen vom Steilgehänge an dessen Fuß schuttkegelartig angehäufte lockere Schutt (Gehängeschutt) reich an seinen und auch tonigen Teilen und daher sehr wichtig für Bodenkultur, insbesondere für Weinbau. Er tritt in oft mehrere Meter erreichender Mächtigkeit an den Rändern der Talsohlen und von Ebenungen auf und verdeckt den gewachsenen oder anstehenden Untergrund.

Leppla.


http://www.zeno.org/Lueger-1904.

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  • Schutt — ist eine größere Anhäufung von durch Verwitterung und Erosion entstandenen kantigen Steinen, also Gesteinsbruchstücken. Schutt ist nach DIN 4022 größer als 63 mm, allgemein zumindest größer als 2 mm[1] (Psephite). Großmaterial nennt man …   Deutsch Wikipedia

  • Schütt — Schütt, 1) (Große S., magyar. Csallóköz, spr. tschállōkös) Donauinsel in Ungarn, wird vom Hauptarm der Donau und einem 1 km unterhalb Preßburg links abzweigenden Nebenarm derselben (Neuhäusler oder Kleine Donau) gebildet, erstreckt sich bis… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Schutt [2] — Schutt (Bauschutt, Geröll), ein aus Steinen, Mörtel und Brocken gebildetes Gemenge, das beim Abbruch alter Gebäude oder beim Neubau entsteht und öfter zur Auffüllung der Gewölbe und Balkenlage des Gebäudes benutzt wird. Für diese Zwecke darf aber …   Lexikon der gesamten Technik

  • Schütt — Schütt, schütt macht der Fink. – Kirchhofer, 274; Tobler, 123 …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Schutt — Schutt, 1) Überbleibsel von Steinen, Sand, Kalk u. Erde, welche beim Bauen entstanden sind, von alten niedergerissenen Gebäuden gewonnen u. zur Unterlage der Fußbodenbreter gebraucht werden; 2) so viel Malz, als zu einem Gebräude Bier nöthig ist; …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Schütt — (Csalló Köz, d.i. die trügerische Insel, so genannt von den häufigen Überschwemmungen), zwei von Donauarmen gebildete Inseln in Ungarn: 1) Große S., gebildet von dem Hauptstrom der Donau u. dem 1/4 Stunde unterhalb Presburg links abgehenden… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Schütt — Schütt, zwei Donauinseln in Ungarn. Große S., ungar. Czalló Köz, 90 km lg., 15 30 km br., gehört zu den Komitaten Preßburg und Komorn; Kleine S., ungar. Sziget Köz, 45 km lg., zu Wieselburg und Raab; beide sehr fruchtbar und stark bevölkert …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Schütt — Schütt, Name. von 2 ungar. Donauinseln; die große S., ungar. Csallo Köz, ist 12 M. lang, 2–4 M. breit, außerordentlich fruchtbar, liegt zwischen Preßburg und Komorn; die kleine S., 6 Meil. lang, sehr schmal, dem mittleren Theile der großen S.… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Schutt — Sm std. (15. Jh.) Stammwort. Rückbildung zu schütten. Zunächst für Aufschüttungen bei Befestigungen, Anschwemmungen u. dgl., erst nachträglich für Trümmer, Abfall . Schotter. ✎ Röhrich 3 (1992), 1422f. deutsch s. schütten …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache